Soziales Lernen

Beratung

Schülerinnen, Schüler und Eltern können sich, wenn es Lernschwierigkeiten oder andere Probleme gibt, bei unserer Diplompädagogin Muck Frings beraten lassen. Auch Lehrerinnen und Lehrer können sich an sie wenden.

Streitschlichtung

Die Jugendlichen können sich bei uns zu Streitschlichtern ausbilden lassen. Sie besprechen und lösen Konflikte und Streitigkeiten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler selbstständig in einer Streitschlichtung. Ziel ist es dabei, gemeinsam eine Lösung des Konfliktes zu suchen, mit der alle einverstanden sind und der alle zustimmen können. Unsere Beraterin Muck Frings bildet die Streitschlichter aus und betreut sie.

Patenschaften

Die Schülerinnen und Schüler aus Klasse 9 sind Paten für die Fünftklässler. Die „Großen“ helfen den „Kleinen“ dabei, sich an der Schule einzuleben. Gemeinsame Aktionen stärken die Verbindung, in den Pausen kann gemeinsam Zeit verbracht werden. Die Paten können ihre Patenkinder unterstützen, z.B. auch in Konfliktfällen. Wenn die Paten dann am Ende der 10. Klasse von ihren Patenkindern verabschiedet werden, sind schon so manche Tränen geflossen.

No Blame Approach

In nahezu jeder Schulklasse kann Mobbing vorkommen. Der „No Blame Approach“ (wörtlich „Ansatz ohne Schuldzuweisung“) ist eine wirksame Vorgehensweise, um Mobbing unter Schülerinnen und Schülern zeitnah und nachhaltig zu beenden. Die besondere Faszination des Ansatzes liegt darin, dass – trotz der schwerwiegenden Problematik – auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen verzichtet wird. Gerade dadurch gewinnt man die Möglichkeit, mit beiden Seiten ins Gespräch zu kommen und Konflikte beizulegen. Wir haben damit durchweg gute Erfahrungen gemacht.

Suchtprävention

Mit Hilfe des Elternarbeitskreises Suchtprävention haben wir ein Programm von Veranstaltungen zum Thema Sucht entwickelt. In den Präventionsprojekten der Jahrgänge 7 und 9 wird nicht nur altersgemäß über Sucht und Drogen informiert. Es geht beispielsweise auch um das Erkennen der eigenen Grenzen und die Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten. Begleitend finden Elternabende zu den Themen substanzgebundene Drogen und neue Medien statt.

Die wichtigste Prävention ist jedoch sicherlich die Stärkung der Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen. Dies ist ein wichtiges Ziel unserer Pädagogik. Wir versuchen es zu erreichen mit einer vertrauensvollen Atmosphäre, Möglichkeiten der Mitbestimmung sowie vielfältigen Angeboten sich sich zu öffnen und sich auszuprobieren.

Jahrgangsübergreifendes Lernen

Die Schülerinnen und Schüler lernen an unserer Schule immer wieder auch in jahrgangsübergreifenden Gruppen: In Projekten und Projektwochen, in Wahlpflichtkursen und leistungsdifferenzierten Kursen, aber auch in der Schulversammlung. So ist es möglich, dass die Kinder und Jugendlichen voneinander lernen. Durch unsere familiäre Atmosphäre, in der jeder jeden kennt, werden viele jahrgangsübergreifende Kontakte geknüpft.

Schülerdienste

Jeder Jahrgang übernimmt Verantwortung für die Schulgemeinschaft: Klasse 5 kümmert sich um die Schulbeete, Klasse 6 macht Bibliotheksaufsichten, Klasse 7 verwaltet die Pausenspiele, Klasse 8 gießt die Pflanzen im Haus, Klasse 9 stellt die Stühle für die Schulversammlung auf und Klasse 10 regelt den Einlass in den Essensraum.

Tag für Afrika

Jedes Jahr vor den Sommerferien findet an unserer Schule der „Tag für Afrika“ statt. An diesem Tag setzen sich unsere Schülerinnen und Schüler mit verschiedensten Aktionen für unser Patenschaftsprojekt in Benin ein. Über den Weltfriedensdienst unterstützen wir seit 2008 eine Hilfsorganisation, die der Kölner Arzt Dr. Frank Lehmann ins Leben gerufen hat. Über Stipendien ermöglicht sie benachteiligten Schülerinnen und Schülern in der Hauptstadt Porto Novo den Besuch an einer weiterführenden Schule. Nur auf diese Weise ist es Kindern aus ärmeren Familien möglich, einen mittleren Schulabschluss oder das Abitur zu erreichen. Mit einem Jahresstipendium von rund 400 € sind die Kosten sowohl für den Unterricht und eventuelle Förderkurse, als auch für die Schulmaterialien, das Frühstück und das Mittagessen gedeckt.

Der Einsatz unserer Schülerinnen und Schüler am „Tag für Afrika“ ist vielfältig: Zugunsten des Projektes nehmen viele am Sponsorenlauf teil, andere machen Straßenmusik, helfen ihren Eltern an diesem Tag für einen vereinbarten Betrag im Haushalt oder bieten selbstgebackene Muffins gegen Spenden an. Die Kinder und Jugendlichen kommen dann oft stolz und mit beachtlichen Spenden in die Schule zurück.