Die Erinnerung an verfolgte Menschen wachhalten – Stolpersteine reinigen

Am 10. November war unsere Klasse 8 unterwegs in unserem Viertel, um die Stolpersteine, die der Künstler Gunter Demnig im Boden verlegt hat, zu reinigen.

Stolpersteine erinnern an die Menschen,  die Hitler und den Nazis zum Opfer gefallen sind. Es sind quadratische Gedenktafeln aus Messing oder mittlerweile Edelmetall, die auf dem Gehweg verlegt sind. Es stehen die Namen der verschleppten und ermordeten Menschen darauf und auch, was mit ihnen passiert ist, von wann bis wann sie gelebt haben. Viele kamen ins Konzentrationslager der Nazis und sind dort umgebracht worden. Die Steine sind vor den Häusern verlegt, in denen die Menschen zuletzt freiwillig gewohnt haben.

Sie sind dafür da, diese Menschen in Ehren zu halten und an sie zu erinnern. Sie sind Erinnerungssymbole, über die man stolpert. Man hält im Alltag inne und liest nach, welches Schicksal die Menschen hatten und kann ihrer gedenken.

Es wurden sechs Millionen Juden von den Nazis verfolgt und ermordet, und auch an andere Opfer der Nazis soll erinnert werden:  Sinti und Roma, behinderte Menschen, Kommunisten, homosexuelle Menschen und alle, die Widerstand gegen die Nazis leisteten oder auch viele, die anderer Meinung waren als die Nazis und das sagten.

Seit 2020 gibt es in Köln um den 9. November eine Aktion , um das Gedenken wach zu halten: Bürger*innen machen sich auf den Weg, die Gedenktafeln zu reinigen. Jede/r kann sich beteiligen.  Eine Übersicht, wo Gedenksteine liegen, bietet eine App. Das NS-Dokumentationszentrum EL-DE-Haus beherbergt ein Online-Archiv, in dem man Informationen zu den Menschen, die verfolgt wurden und an die auf Stolpersteinen erinnert wird, erhalten kann. Die Schüler*innen haben  Stolpersteine in der Nähe der Schule gereinigt, zum Beispiel den Stein für Bernhard Letterhaus in der Bernhard-Letterhaus-Straße, der Straße, in der sich unsere Schule befindet. Bernhard Letterhaus war ein christlicher Gewerkschaftsführer und Politiker, der Widerstand gegen Hitler geleistet hat (Widerstandsgruppe rund um Graf von Stauffenberg, Attentat auf Hitler am 20.7.1944).

Viele Schüler*innen waren sehr nachdenklich und bewegt und möchten, dass unsere Schule sich an dieser Art der Erinnerung regelmäßig beteiligt. Sie möchten, dass man diese Menschen nicht vergisst und dass man über die Erinnerungssteine stolpert.

Einen ausführlichen Bericht über Stoplersteine und Stimmen der Schüler*innen zur Aktion findet ihr auf unserem Schülerblog.

 

 

Demokratie leben

Demokratie leben

Demokratisches Lernen ist in unserem Schulalltag fest verankert. In den Klassen in den Morgenrunden, in der Schulversammlung und natürlich in der Schulkonferenz. Klasse 6 und Klasse 10 waren jetzt auf Erkundungstour im Kölner Rathaus. Eine interessante Führung durch das alte Rathaus war spannend und hat uns einen tollen Einblick in das Leben der Kölner Politik und vor allem der Politiker*innen gegeben. Zwei Bürgermeister konnten wir sogar persönlich kennenlernen und Fragen stellen.

Vielfalt im Sport

Im Sportprojekt im Rahmen unserer Sommerprojektwoche sollte es darum gehen Vielfalt im Sport nicht nur theoretisch zu erörtern, sondern für die Schüler*innen möglichst nahbar zu machen und sie selbst praktische Erfahrungen sammeln zu lassen. Neben ersten Vertrauensübungen und Blindenparcours hatten wir das Glück Rollstuhlbasketball und Goalball als vertiefende Sportarten anbieten zu können. Dafür konnten wir unterschiedliche Referenten gewinnen an unsere Schule zu kommen. Mit dabei war Björn Naß, Blindensportreporter und Goalballtrainer, der uns einen sehr informativen und spaßigen Tag ermöglicht hat. Vielen Dank dafür!

Bei der Konzipierung des Projekts war es unseren Lehrer*innen Luiz und Lina jedoch auch sehr wichtig nicht nur verschiedene Parasportarten kennenzulernen, sondern auch einen Raum der Begegnung und einen Austausch zwischen unseren Schüler*innen und Parasportler*innen und Menschen zu schaffen, die den Parasport in Köln mit aufgebaut haben und gestalten. In einem Zoom-Interview beantwortet Paralympic-Teilnehmer Michael Dennis ehrlich und charmant all die Fragen unsere Schüler*innen, obwohl es bei dem in den USA lebenden Sportler mitten in der Nacht war. Auch an dieser Stelle einen großen Dank an Michael Dennis!

Ein weiter großer Dank geht an Frau Ümmügül Yilmaz. Sie ist Vorsitzende des Vereins Rollstuhlclub Köln e.V. und hat sich viel Zeit genommen, um mit uns über die Entstehung des Rollstuhlsports und die immense Relevanz von Barrierefreiheit und Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigungen zu sprechen.

Wir danken unseren Kolleg*innen Luiz Wennmachers und Lina Vogel für die Organisation dieses tollen Projektes.

Wir laufen uns die Füße bunt

Wir laufen uns die Füße bunt

Im Rahmen unserer Projektwoche haben wie einen vielseitigen Blick auf Sport geworfen.
Wir haben in unserem Projekt „Laufen für die Vielfalt“, wie der Name schon sagt, mit dem Joggen und Laufen beschäftigt. Natürlich waren wir viel draußen und haben Sport gemacht aber wir haben auch versucht Sport neu zu denken. Schulsport ist oft binär gedacht und auch „Jungs“ werden oft als die sportlicheren und stärkeren gesehen. Das haben wir uns genauer angeschaut. Uns ist wichtig, Sport so zu gestalten, dass ALLE Menschen und vor allem auch queere Menschen (LGBTQIA+) sichtbar mitgedacht, geschützt und einbezogen werden. Sport muss Sensibilität für unterschiedliche Identitäten, Körper, Erfahrungen und Barrieren bieten. Das schöne am Laufen ist du brauchst nur dich, Sportschuhe und Motivation. Wir haben uns Routen angeschaut, uns gemeinsam aufgewärmt und dann am Ende für den „Run of Colours“ trainiert und uns die Füße bunt gelaufen für Vielfalt, Inklusion und natürlich auch für unsere eigene Gesundheit 🙂

Frankreichaustausch: Besuch der Partnerschule in Chaumont

Im März 2025 waren wir mit 28 Schülerinnen und Schülern  der Klassen 7-10 zu Besuch bei unserer Partnerschule, dem Collège Camille Saint Saëns in Chaumont. Highlights waren ein Ausflug nach Troyes, gemeinsame Kunstaktionen und gemeinsames Sporttreiben.  Alles in allem war es eine tolle Erfahrung und eine Erweiterung des Horizonts, trotz  Heimweh, das manchmal aufkam. Es waren einige Kinder dabei, die kein Französisch lernen, das war sehr mutig! Unsere ehemalige Schülerin Noomi hat uns begleitet.

Im März 2026 erfolgt der Gegenbesuch der französischen Gruppe in Köln, worauf wir sehr gespannt sind.